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Ein

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt

Nachsorge: Was wir tun und was Sie selbst tun können

Bereits am Tag nach der Operation beginnen Sie unter der Anleitung von Krankengymnasten mit Bewegungsübungen. Sie stehen zum ersten Mal auf und lernen das Gehen mit Gehhilfen, die Sie in aller Regel zwischen drei bis sechs Wochen lang benötigen werden. Danach folgen weitere krankengymnastische Maßnahmen, um die Gehfähigkeit und den Muskelaufbau zu fördern. Wichtig ist dabei das richtige Maß, um dem neuen Gelenk Gelegenheit zu geben, sich mit seiner Umgebung fest zu verbinden.
 

WEITERBEHANDLUNG

An den Klinikaufenthalt schließt sich meist eine stationäre Weiterbehandlung an. Wir werden diese mit Ihnen planen und Sie in Absprache mit Ihrer Krankenkasse in der gewählten Klinik anmelden, denn die richtige Nachbehandlung ist ebenso wichtig wie die Operation. Dazu steht eine Reihe von Häusern zur Verfügung.
In der Regel werden wir Ihnen die Klinik Dr. Beger in Garmisch-Partenkirchen empfehlen, da die Nachbehandlung dort strikt nach unseren Wünschen durchgeführt wird und wir Sie mehrmals pro Woche besuchen können.


KRANKENGYMNASTIK

Nach Beendigung Ihres stationären Klinik- und Rehabilitationsaufenthalts sollten Sie weiterhin die durch Arthrose und Operation geschwächte und meist verkürzte Muskulatur dehen und kräftigen. Hierzu kann auch die Fortführung der krankengymnastischen Übungsbehandlung sinnvoll sein. Besprechen Sie am besten bereits vor dem Eingriff mit Ihrem Hausarzt oder Orthopäden, wer für diese Behandlung in Frage kommt und besuchen Sie, wenn möglich, die gewählte Praxis, um sich mit den dortigen Gegebenheiten vertraut zu machen.
Achten Sie bei der Auswahl der Therapeuten unter anderem darauf, ob diese über die entsprechenden spezifischen Erfahrungen mit der Behandlung von Patienten mit künstlichen Gelenken verfügen. 


REGELMÄSSIGE NACHUNTERSUCHUNGEN

Etwa ein Jahr nach dem gelenkersetzenden Eingriff findet eine ambulante Kontrolle in unserer Sprechstunde statt. Weitere Kontrollen sind danach im Abstand von jeweils fünf Jahren sinnvoll. Die regelmäßige Überwachung Ihres neuen Gelenks dient der möglichst langen, beschwerdefreien Erhaltung des Implantats. Der Spezialist kann eventuelle Veränderungen schon im Anfangsstadium erkennen und gegebenenfalls behandeln. Häufig bestehen auch nach der Operation und Rehabilitation noch muskuläre oder koordinative Schwächen rund um das betroffene Gelenk. Dies kann dann zu Beschwerden, Schonhaltung und Fehlbelastung führen. Um dies zu erkennen und die richtigen Therapiemaßnahmen einleiten zu können, steht in der endogap Klinik eine hochmoderne Funktionsdiagnostik (u. a. mit Kraft- und Muskelfunktionsprüfung, Wirbelsäulenmessung und Ganglabor) zur Verfügung.


SPORT: JA, ABER MIT VERSTAND

Nach drei bis vier Monaten können Sie Ihr Leben wieder uneingeschränkt genießen - ob privat, im Beruf oder beim Sport, wobei hinsichtlich Ihrer sportlichen Aktivitäten auf die Auswahl gelenkschonender Betätigungen zu achten ist. Dazu zählen Schwimmen, Radfahren, Wandern und Skilanglauf. Ebenfalls erlaubt sind Golf, alpiner Skilauf und (mit Einschränkung) auch Tennis. Für unsere Gesundheit ist regelmäßige Bewegung unerlässlich und somit sollte der Sport auch nach erfolgter Operation ein fester Bestandteil des Alltags sein bzw. wieder werden. Die positiven Effekte beschränken sich nicht nur auf Herz und Kreislauf. Auch die Haltbarkeit der Prothese über verbesserten Knochenstoffwechsel und bessere muskuläre Gelenkführung kann verlängert werden. Im Gegensatz dazu steht der vermehrte Verschleiß bzw. Abrieb der Gleitpaarung durch Bewegung. Daher empfiehlt es sich, durch regelmäßige Nachsorge den regulären Prothesensitz zu kontrollieren. Insgesamt überwiegen die positiven Effekte der Bewegung gegenüber den Risiken einer abriebbedingten Prothesenlockerung um ein Vielfaches. Spezielle von der endogap Klinik entwickelte Kurse "endofit Sportkurse" bieten dem Patienten nach dem Einsatz eines künstlichen Gelenks unter kontrollierten Bedingungen die Möglichkeit, wieder in den Sport zurückzufinden. Zudem wurde in Garmisch-Partenkirchen eine Reha-Sportgruppe ins Leben gerufen.

Nicht empfehlenswert sind:
Squash, Kampfsportarten sowie Mannschaftssportarten wie Fußball, Basketball oder Handball. Generell sollten Sie nach der Operation nur Sportarten betreiben, die Sie bereits beherrschen.
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